Lisas Geschichte
Lisa war 17, als sie die Schule verließ – ohne Abschluss. Nicht, weil ihr Bildung egal gewesen wäre, sondern weil das Leben davor andere Pläne gemacht hatte: Streit zu Hause, Missmut in der Schule, Schularbeiten, die liegen blieben. Irgendwann ging sie gar nicht mehr hin. „Ich hatte das Gefühl, dass alle mit mir abgeschlossen haben. Also habe ich mich selbst abgeschlossen.“ Monate lang verbrachte sie ihre Tage ohne Struktur, ohne Perspektive – ein Gefühl, das viele junge Menschen kennen, die den Anschluss an Schule und Ausbildung verloren haben.

Neustart nach Unterstützung
Über eine Freundin erfuhr Lisa von der Maßnahme, die zur Reha nach Dortmund führte – ein Programm, das Menschen nach gesundheitlichen Rückschlägen beim Wiedereinstieg ins Berufsleben begleitet. Für Lisa bedeutete die BVB-Reha zunächst eines: Ruhe, jemanden, der zuhört, und ein Umfeld ohne Druck.
„Es war nicht so, dass mich jemand hier zu irgendwas gedrängt hat. Aber es gab jeden Tag etwas, worauf man sich verlassen konnte: feste Ansprechpartner, gemeinsames Training, kleine Ziele. Und das Borussia-Dortmund-Umfeld hat mir richtig Kraft gegeben – Sport, Team, zusammen anpacken.“
Schritt für Schritt arbeitete Lisa an ihren Stärken: Bewerbungen schreiben, Praktika kennenlernen, eigene Grenzen austesten, Selbstbewusstsein aufbauen. Was als zögerliches Mitmachen begann, wurde mit der Zeit zu echtem Engagement.
WArum Geschichten wie diese möglich sind
Projekte wie die „Stattschule“ und unsere Maßnahmen sollen genau das ermöglichen: jungen Menschen in Essen und der Region eine zweite Chance geben – mit verlässlichen Begleitungen, starken Partnern und einem Umfeld, das Vertrauen schenkt, bevor Leistung erwartet wird.
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